Menschsein - Achtsamsein

Posted by mac on June 4, 2011

Ich gehe mit meinem Hund im Wald spazieren. Lange ist es her, dass ich mal wieder richtig Zeit habe für mich alleine.

Ich denke.

Mittags beim Essen mit den Kindern, war noch ein Schluck Apfelsaftschorle im gemeinsamen Glas. Ein Schluck. für 3 Menschen.

Ich dachte.

Im Auto ist noch etwas zu trinken. Also sollten wir mit diesem einen Schluck über die Runden kommen. Ich werde ein Vorbild sein und nichts mehr trinken. Ist doch auch kein Problem. Im Auto ist ja genug.

Ich tat.

Montag, 19.02.2007 – 16:47

 

Meine Hand bewegte sich zum Glas. Erhob das Glas, führte es an meine Lippen. Das kühle Nass benetzte meinen Gaumen. Ein Glücksgefühl.

Ich erwachte.

Jetzt hatte ich doch glatt den letzten Schluck getrunken. Einfach so. Ohne zu denken. Und was mache ich gerade? Gehe hier mit meinem Hund spazieren und verlieren mich im Denken. Statt zu erwachen und im Hier und Jetzt anzukommen.

Ich denke.

Das ist doch der Unterschied zwischen Mensch und Tier. Ein Tier ist aufmerksam, hat vollkommen ausgebildete Sinne, die seinem Zweck zu leben dienen. Aber es ist nicht Achtsam. Eine Aufmerksamkeit bewirkt eine Reaktion. Ein Automatismus der in Gang gesetzt wird und abläuft. Ein Geräusch. Ohren Spitzen. Eine Bewegung. Hinlaufen.

Des Menschen Geist bietet uns die Möglichkeit zu Denken. Damit können wir einerseits der wahren Achtsamkeit entfliehen und uns unseren Gedanken hingeben. Ich kann über Geschehenes grübeln und über Werdendes mich verlieren.Und mich in viel defizilleren Automatismen begeben. Automatische Abläufe von Spannung, Verkrampfung, Verkomplizierung und Verunwirklichung.

Wir können jedoch auch beginnen inne zu halten und Achtsam zu sein. Gewahr werden, was da alles so abläuft. Nach und nach die Filter des Erkennens abschalten. Ein Geruch – ein Geruch. Ein Baum – ein Baum. Ein Schritt – ein Schritt. Ein Einatmen – ein Einatmen. So werden wir gewahr der einzelnen Elementen des Ich-Seins. Die Automatismen lassen wir Automatismen sein. Geben und dem grossen So-Sein-Lassen hin. Filter für Filter fällt.

Und mehr und mehr kommen wir vollkomen im Hier und Jetzt an.

Beginnen Eins zu werden mit der uns ungefiltert zuströmenden Umgebung. Eins zu werden mit dem uns  ngefiltert zuströmenden Körpersein. Eins zu werden mit dem uns ungefiltert zuströmenden Bewusstsein.

Auf einmal wird ohne diesen ungefilterten Zustand fallen zu lassen, ein Element fokusiert. Die Sonne, die gerade die Wange wämrt. Der Fuss der sich zum nächsten Schritt hebt. Der Vogel der rechts hinten schreit.

Und wir erleben die Glückseligkeit des Allseins im Augenblick des Hier und Jetzts.

Ich bin hier.

Comments:

Posted by Cherlin on
If I were a Tenegae Mutant Ninja Turtle, now I'd say ?Kowabunga, dude!?
Posted by xdzfrxll on
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Posted by xzvtrn on
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